Ein Spielplatz für Schallplatten
diesmal: Musik aus, von und über Hawaii
eine Ausstellung von Plattencovern mit Motiven und Musik aus Hawaii


mcintire 78 shellac hawaii

dual plattenspieler, stern august 1969, apple records, ramsey lewis, ray charleshere is happiness, Rene Paulokamehamea alumni gleekamehamea alumni glee club in concert

(klicken Sie auf die Bilder, um sie groß anzusehen)

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Aloha Hawaii !

Sanft umschmeicheln den Besucher die Klänge der Musik von Hawaii, niemand scheint sich dem Zauber entziehen zu können, wenn er erst einmal seinen Fuß auf diese Inseln gesetzt hat. Weit entfernt vom Kontinent wird er von den zärtlichen Gesängen und den wundervollen Gitarrenklängen begleitet, die Atmosphäre scheint erfüllt zu sein vom allgegenwärtigen Gefühl des "Aloha".

Und erfreulicherweise können diese Klänge mit nach Hause genommen werden, gepreßt in die Rillen der Schallplatten, die in wunderschönen Hüllen aufbewahrt werden.

Hier können Sie einige schöne Beispiele sehen. Vom tropischen Klima sind diese kleinen papierenen Kunstwerke allerdings nicht verschont geblieben, und so haben diese Covers eine Patina, die ihren Reiz allerdings in keiner Weise zu schmälern vermögen.

Ein besonders schönes Beispiel ist dieses alte Cover eines Schellack-Albums mit vier Platten, allerdings auch das einzige in dieser Ausstellung.

Aus den 1950er Jahren stammen die beiden 10-inch Platten (25-cm-Langspielplatten) von Les Paul und Hal Aloma and his Hawaiians. Hawaiianische Musik ist jede Musik, die den Geist von Hawaii atmet, und das kann also auch Les Paul vermitteln, und wird damit auch zu einem Vertreter hawaiianischer Musik.

Ganz authentisch und auch ganz anders ist der Chor des Kamehamea Alumni Glee Clubs, der die Songs im wirklich hawaiianischen Tempo zu Gehör bringt - und das ist sehr, sehr langsam und getragen. Von Prinzessin Bernice Pauahi Bishop gegründet (ja, Hawaii ist eine Monarchie!) singen die Mitglieder des Clubs im Stil, der schon Captain Cook, den europäischen "Entdecker" der Inseln schon 1778 beeindruckte.

Sie hatten immer ihren eigenen Rhythmus, ihren speziellen Stil zu singen. Und diesen konnten sie immer auf neue Anforderungen, neue Tänze, neue Musik anwenden. Aber zu diesem Thema hat Hilo Hattie ein bißchen weiter unten noch einiges zu erzählen, und das sollten Sie auch unbedingt mal anhören!

 



folk songs of hawaii

na mele o hawaii


 

 

Noch einmal der Kamehamea Alumni Glee Club mit einem großartigen Cover (rechts)

und Rene Paulo, der sicherlich mit seinem laid-back Piano ein gerngesehener Pianist in großen Luxus Hotels war.


hilo hattie
merry monatchmerry monarch b

Hilo Hattie, ein Star in den Clubs von Hawaii. Sie ist DIE hawaiian "hot rod mama" und erzählt von der (Musik-) Kultur auf Hawaii, die durch die vielfältigen Einflüsse aus allen möglichen Kulturen, eine der reichsten der Welt geworden ist. Wenn Sie Glück haben, können Sie einmal in diese Aufnahme reinhören. Dann verstehen Sie, wie die Hawaiianer immer wieder Einflüsse anderer genial in ihre Kultur, in ihre Musik, in ihr "Aloha" integriert haben, und dabei immer das speziell Hawaiianische behielten.

....Und die ganze Musik-liebende Königsfamilie Kalakaua. Alle hatten viel mit Musik zu tun, so schrieb Prinzessin Lilliuokalani das unsterbliche "Aloha Oe". Alljährlich wird auf "Big Island" der "Merry Monarch" mit einem großen Kulturfestival gefeiert.

 


lovely hula hands
kainoa

noch einmal der Hula, getanzt und gesungen.

 

(klicken Sie auf ein Bild, um es in großer Ansicht zu sehen - folgen Sie den Tanz-Anweisungen für den Hula und vergessen Sie nicht, eine entsprechende Musik dazu zu hören. Falls Sie gar keine (!!) Hawaii-Musik besitzen, klicken Sie doch einfach den Link oben auf dieser Seite an, der Sie zu einem hawaiianischen Radio-Sender führt, der einen sehr hohen Anteil Hawaii-Musik in seinem Programm hat. Aber erschrecken Sie nicht, manchmal kommt auch etwas sehr amerikanisches, oder gar Werbung....aber die ist immerhin "local hawaiian" !)


hula instruction

hula instructionwaikiki label

waikikiwaikiki recordswaikiki dancer

Möchten Sie den Hula lernen? Kein Problem mit dieser LP und dem darin enthaltenen Heft im LP-Format, in dem ein genaue Anleitung zum Hula-Tanz fotografisch dargestellt wird. Wie eine Fotoromanza wird Textzeile für Textzeile der gesamte Tanz gezeigt. Von dieser Art "instructional records" gab es viele. So konnte die Sehnsucht nach Hawaii eben auch gestillt werden - am besten zu Hause vor einem großen Spiegel und einer Palme im Zimmer....es läuft "Blue Hawaii" oder "Lovely Hula Hands" .... "Learn to Hula and you will learn the secret ingredient of Hawaii's loveliness and grace."

 

genoa keawe labelsound of hawaii label

Genoa Keawe, eine der, wenn nicht DIE größte noch lebende Hula-Sängerin. Die hier abgebildete Schallplatte war wohl die erste, zumindestens auf ihrem eigenen Label. Auf der Rückseite sind alle Texte in Originalsprache mit Übersetzung abgedruckt. Als Beispiel habe ich Ihnen hier zwei Texte in lesbarer Vergrößerung anzubieten:

Mana'o no'u 'ia 'oe.

So lautet der erste Titel auf der LP. Leider ist nicht herauszubekommen, wann die Platte aufgenommen wurde. Ich schätze, so gegen Ende der 1960er Jahre. Genoa Keawe tritt heute noch auf und hat auch eine eigene Website: http://www.genoakeawe.com

Auch eine authentische Stimme aus Hawaii: Bill Kaiwa. Der samtene Bariton singt traditionell und modern. Und das ist etwas, was Hawaiian Music eigentlich schon immer war. Die traditionelle Musik sog immer auf, was an neuen Einflüssen auf die Inseln kam, und erschuf so immer neue Varianten. Aber das Gefühl, der "Hawaiian Spirit" blieb erhalten. Und so konnte auch der Export auf's amerikanische Festland nichts zerstören.

 


....aber bevor ich zum größten Exportschlager Hawaii's komme, sind hier noch ein paar Hawaiianische Labels zu sehen.

Welch schöne Namen da versammelt sind. Allesamt wecken Sie Träume -

Hula Records, Mahalo Records, Paradise Records, Sounds-Of-Hawaii-Records, Tradewind Records....


life with the lion, label vinyl lp album, seite bkkua recordslehua recordsparadise recordssound of hawaii recordstradewind recordsgenoa recordsdecca 78 labelking's decca label


Der größte Exportschlager in Sachen Musik aus Hawaii war die "Hawaii Calls Show". Webley Edwards war verantwortlich für diese Show, die jeden Samstagnachmittag vom Waikiki Beach aus in die Welt geschickt wurde.

hawaii callshawaii calls starsstars2

webley edwards

island paradise


shoresshores-bfire goddessfire goddess bhawaii calls2calls-bcalls-awaikiki inner sleeve

 

plastic ono band, live peace in toronto 1969leis of jazz

many moods of arthur lymanleis of jazz

percussionmartin denny

 

pele

pelealuminium dome

story of pele arthur lyman, the story of pele


modern jazz qaurtet, space, apple records 1969, side 1marlene

..... The Call Of Hollywood.......

james michenermichener

 



mancini hawaiian stylemancinihenry mancinithe versatile henry mancinialfred newman, magic islandsinstrumentally yours

kodak hula showkodak hula showharry owensluke leilani

Filmmusik

Henry Mancini lebte, wie andere Musiker auch, sehr gerne auf Hawaii. Auch wenn er nur selten die Möglichkeit hierfür fand. Aber dadurch bekam er dieses "Hawaii-Feeling" und brachte einige Platten heraus, die sich den Geist von "Aloha" weitertrugen.

Auch sein Kollege Alfred Newman, auch ein ganz großer der Welt der Filmmusik war von den Inseln fasziniert. Und dieses Album, ganz besonders auch die Gestaltung des Heftes im LP Format hat es in sich - klappen Sie es ruhig auf!

....und für den Hobbyfilmer gab's Soundtrack Musik auf der LP "Hawaii - instrumentally yours" zur Vertonung von Super 8 Filmen oder Dias.

Wie ein Film lief auch die Kodak Hula Show ab. Vor den großen Hotels trat dieses Ensemble auf, gesponsert von Kodak zur Förderung des Film-Umsatzes. Aber Show und Musik waren toll - ich glaube, die Show gibt's heute noch....


modern jazz qaurtet, space, apple records 1969, side 1big ben


Paul Whiteman, der große alte Mann der amerikanischen Unterhaltungsmusik hat wohl nichts ausgelassen, was seinen Hörern hätte gefallen können, und so spielt er natürlich auch Hawaiian Music.

Und Norrie Paramor hatte eine Idee, die dann auch Schule machte: er gründete ein Ensemble, das aktuelle Pop Musik im "Hawaiian Style" spielte. Das Cover dieser LP verspricht Sonne, Strand, Palmen und vor allem Hula-Tänzerinnen, aber was man zu hören bekommt, sind sehr seichte Easy-Listening Versionen von z.B. "Spanish Harlem", "The Young Ones", "The Green Leaves Of Summer", "Moon River", etc. Geschmückt mit einem Hauch Hawaii-Gitarre hier und da. (Columbia, SCX3523, Great Britain, 1964.

Und so kommen wir dann wieder zu einem halbwegs echten Hawaii-Sound, auf jeden Fall "recorded in Hawaii" mit hawaiianischen Musikern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 



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picturedisc

luaualfred apaka

aveklei hawaiians

"Homegrown"

Ein kleines Label hat sich den lokalen Musikern verschrieben und die Serie "Homegrown" gestartet.

 

 

Wir nähern uns dem Ende unserer Hawaii-Reise, noch ein Blick in den Nationalpark Akaka Falls, ein Blick aus dem Flugzeug auf Honolulu und das ganze Archipel......

nein, vorher noch ein Abschiedsessen, ein "luau" mit allem Drum und dran, schauen Sie es sich genau an, es lohnt sich. Aber vor allem auch musikalisch. Da gibt es wieder einen Song zu hören, den wir zu Beginn schon einmal von Hilo Hattie gehört haben. Der Song der die ganze Geschichte der Hawaiian Music erzählt.

Und Alfred Apaka singt die Musical Hits vom Broadway.

Und überall in der Welt finden sich kleine Mosaiksteine aus Hawaii. Es würde sicherlich eine ganz andere Ausstellung werden, wenn ich auf Platten wie "Avkelei Hawaiians" von Cyril Levebvre und Mike Cooper eingehen würde. Aber dies wäre sicherlich ein lohnendes Sammelfeld. Ein bißchen in dieser Richtung bewegte sich die Ausstellung ja, aber sie sparte die "Moderne" eben aus.

Zum Abschluß noch eine Platte eines höchst anspruchsvollen Labels: Verve Records. Die brachten diese LP mit aufwendig gestaltetem Cover und Booklet heraus....

 

 

 

 

verve hawaiian musik


hawaiian sunset

 

 

 

 

 
 



living strings play music of hawaii

 


 

 


Counter
marty robbins

Unser Abschieds-Aloha singt uns mit einem grandiosen Sonnenuntergang Marty Robbins. Ansonsten ja nicht gerade bekannt für seine zärtliche Falsett-Stimme hawaiian style, aber dies bleibt auch eine Ausnahme auf dieser Platte. Leider, muß ich sagen, denn das einzige authentische Lied ("Kuu ipo lani") ist einfach nur schön. "Hawaii's Calling Me" singt er als Abschluß, und das bezieht sich auch auf den Hörer und eventuell auch den Besucher dieser Ausstellung. Folgen Sie dem Ruf, wenn Sie ihn hören, es lohnt sich!

 

 


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